Reitende Elefanten 006: Wirkleistung vs. Scheinleistung - warum stets beschäftigt sein kein Fortschritt ist

Shownotes

Reitende Elefanten 006: Wirkleistung vs. Scheinleistung - warum stets beschäftigt sein kein Fortschritt ist

Veröffentlichungsdatum: 01.02.2026 Länge der Folge: 22 Min. Hosts: Dominik Schwiering & Oliver Straubel

Worum geht’s? In dieser Folge geht es um den Unterschied zwischen Wirkung und Beschäftigung. Viele Arbeitstage sind voll, Termine dicht getaktet und trotzdem bleibt das Gefühl, nicht wirklich voranzukommen. In Meetings, Projekten und im eigenen Arbeitsalltag.

Dominik Schwiering und Oliver Straubel ordnen ein, wie Scheinleistung entsteht, warum fehlende Entscheidungen Organisationen lähmen und weshalb Klarheit oft der entscheidende Hebel für echte Wirksamkeit ist.

Zentrale Fragen der Folge:

  • Woran erkennt man, dass Beschäftigung zur Scheinleistung wird?
  • Welche Haltung hält Organisationen im Tun fest und welche bringt sie in Wirkung?
  • Warum sind fehlende Entscheidungen oft ein Ausdruck von Haltung?
  • Wie hängen Klarheit, Verantwortung und Wirksamkeit zusammen?
  • Was braucht es, um aus Systemloops auszusteigen?

Themen der Folge:

  • Wirkleistung und Scheinleistung im Organisationsalltag
  • Haltung als Grundlage für Entscheidungen
  • Entscheidungsstau und Systemloops
  • Die Macherfalle und ihre Folgen
  • Vertrauen, Verantwortung und wirksames Ressourcenmanagement

Für wen?

  • Für Führungskräfte und Projektverantwortliche, die Entscheidungen tragen
  • Für Teams, die aus endlosen Abstimmungen aussteigen wollen
  • Für alle, die Klarheit und Wirkung über Beschäftigung stellen

—————

Mehr zu Holism:

Haben Sie Fragen, Feedback oder Anregungen zur Folge? Wir freuen uns über Rückmeldungen.

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zur sechsten Folge Reiten Elefanten an dem Podcast von Holisen mit mir, Dominik Schwiering und...

00:00:07: Ja, mit mir, Wolli Straubel, hallo!

00:00:08: Ja, schön, dass wir wieder hier sein können.

00:00:10: Wir sind mittlerweile im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr,

00:00:21: im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Zum Beispiel Urlaub.

00:00:23: Wir hatten zum Beispiel Urlaub, verdierten Urlaub.

00:00:26: Weißt

00:00:27: du?

00:00:27: Ja, ich finde schon, vor allem auch sehr langen Urlaub und war auch sehr hohsam.

00:00:32: Und irgendwie haben wir nicht so ganz unser Versprechen eingehalten aus der letzten Folge.

00:00:37: Das hast du versprochen und ich hatte das ja schon...

00:00:41: Ja, zumindest hatten wir das Commit mit am Ende der Folge getroffen, gemeinsam diesen Podcast regelmäßig voranzubringen.

00:00:48: Und

00:00:48: siehe da, wir sitzen hier.

00:00:50: Und warum wir jetzt erst hier sitzen ein paar Wochen später, seit der letzten Aufnahme, hat ja verschiedenste Gründe.

00:00:57: Unter anderem war es der UDOP, aber auch vielleicht ein wenig die Terminfindung, die Themenfindung und auch diverse andere Gründe.

00:01:06: Ich sag mal so, wir waren auf jeden Fall beschäftigt.

00:01:08: Man ist ja immer beschäftigt, vor allem wenn man etwas vor sich her schieben möchte.

00:01:14: Ja, da fallen immer gute Gründe ein, was man nicht alles tun muss und was man sich noch alles kümmern muss.

00:01:19: Erst

00:01:20: mal E-Mails machen.

00:01:21: Ja, dann muss man auch noch andere Termine wahrnehmen, dann muss man eine Präsentation bauen.

00:01:27: Was essen?

00:01:28: Wichtige Präsentationen bauen.

00:01:31: Und so.

00:01:32: Welche?

00:01:33: Ja, welche auch.

00:01:34: Also, wo gehen die Tage ins Jahr?

00:01:36: Vielleicht kommt diese Situation dem einen oder anderen ja auch bekannt vor.

00:01:40: Und wir haben gedacht, wir nehmen das Thema auf und machen da auch einfach unsere nächste Folge.

00:01:45: Und das Thema ist halt einfach Wirk und Scheinleistung.

00:01:48: Ja, eines der spannendsten Themen, die einen immer wieder begleiten und wo wir doch immer wieder mit zu tun haben, das auch aufzulösen beziehungsweise zu spiegeln.

00:02:02: Genau, und die Spiegelung fängt eigentlich bei uns dabei an.

00:02:04: Das ist du, Olli.

00:02:06: Ja, wieder der Experte sein darfst.

00:02:10: Wie du es ja meistens ist.

00:02:10: Wirkleistung

00:02:11: sozusagen.

00:02:12: Ja, genau.

00:02:13: Ich bringe nur die Scheinleistung mit, mit dem Kommentar.

00:02:16: Gut, das ist immer eine Sache der Perspektive.

00:02:19: Und ja, Audi, aber dann bringt er mal Wirkleistung.

00:02:22: und ja, was ist die Definition zwischen Wirk und Scheinleister?

00:02:26: Ja, das Spannende ist ja, dass leider nicht mal von uns kommen, sondern das kommt auch aus der Elektrik.

00:02:32: Und ich habe mir einen guten Kunden und Partner und mittlerweile würde ich sogar sagen, der hat sich eine richtige Beziehung raus entwickelt.

00:02:42: Der ist seines Zeichens grundsätzlich erst mal Elektriker vor vielen, vielen Monaten gewesen.

00:02:47: Gibt es eine Elektrik?

00:02:49: Wirkleistung, Scheinleistung und Blindleistung.

00:02:53: Das Ganze ist eigentlich wunderbar auf den Arbeitskontext zu kriegen.

00:02:58: Wirkleistung ist das, was wirklich bleibt und wo eine Wirkung bei rauskommt und Scheinleistung ist das, was wir gerade im Vorgespräch schon gesagt haben, was uns hier permanent beschäftigt hält.

00:03:08: Man muss ja auch noch die Wäsche machen und irgendwann muss ich auch mal was essen.

00:03:12: Was soll ich denn noch alles tun?

00:03:14: Außerdem habe ich noch siebzig E-Mails zu beantworten, wovon ich bei acht und sechzig nur in CC bin.

00:03:19: Und die Blindleistung haben wir einfach mal aussortiert.

00:03:22: Dies ist zwar auch noch ganz spannend, aber nicht zwingend für den Business-Kontext.

00:03:26: Ja, ich glaube, du bist da schon wieder ein bisschen ans Ploppangel gekommen.

00:03:29: Ich finde die Einordnung schon gut, aber ich glaube, das kriegen wir ein bisschen prägnanter noch hin.

00:03:33: Vielleicht hast du ja noch so ein Gleichnis im Wuchsel.

00:03:36: Das klassische Bild, ne?

00:03:38: Glas Bier.

00:03:39: Oben drauf Schaum.

00:03:41: Scheinleistung.

00:03:43: Untendrin Bier.

00:03:45: Wirkleistung.

00:03:46: Übrigens nicht nur im Ruhrgebiet.

00:03:49: Okay, okay, ich glaube, das ist angekommen und das wahrscheinlich nicht nur im Ruhrgebiet.

00:03:53: Du meinst also, wenn das übersetzt, nochmal in den Arbeitsalltag und in den Organisationskontext, das beschäftigt sein, nicht immer gleich Wirkung ist.

00:04:01: Das kann man genauso stehen lassen, weil ich sage es ja immer wieder, wenn ich nicht müde leben finde, halt nicht im Konjunktiv statt.

00:04:09: Wenn dir einer permanent erzählt, was er alles tun müsste oder was er gerne getan hätte, wenn die anderen denn tun würden.

00:04:17: Ja, das ist das, glaube ich, was ich meistens mit Scheinleistung meine.

00:04:21: Also wenn ich mich immer um das kümmere, was ich nicht selber regeln kann und deswegen darauf projiziere, dass ja andere nicht und deswegen kann ich ja auch nicht.

00:04:30: Also im Sandkasten früher hat man aber du gesagt, das mag vielleicht kurz helfen, das ist aber sicherlich weniger intelligent, wenn man etwas machen möchte und das ist ganz sicher keine Wirkleistung.

00:04:42: Ja, stimmt hierzu.

00:04:43: Ich glaube, da findet man sich wahrscheinlich selber oder auch andere Kollegen, mit denen man zusammenarbeitet, doch wieder.

00:04:50: Die Frage ist nur, wenn wir jetzt unterscheiden zwischen Wirkung und Scheinleistung.

00:04:55: Welche Vorteile, welche Nachteile bringt das mit sich?

00:04:57: Welche Auswirkungen hat das auf die Organisation?

00:05:01: Kannst du uns so ein bisschen mal mitnehmen, was das so als verhindern kann oder?

00:05:05: Ja, also erst mal muss man ja sagen, ist das ein Bild.

00:05:09: Also es ist ja meistens dient es vor allem dem Spiegeln, dass man mal erkennt, wo hängt denn eigentlich was.

00:05:17: Also ich würde gerne nochmal auf dieses permanent beschäftigt sein auch eingehen.

00:05:21: Also wenn jemand permanent beschäftigt ist, ist es ja erst mal Ehrenwert.

00:05:25: Nur sehr häufig ist man halt mit Dingen beschäftigt, die nicht wirklich auf... etwas einzahlen, also die nicht wirklich eine Wirkung haben.

00:05:33: Wir nennen es ja häufig auch Systemloops.

00:05:36: Also wenn ich zu einer Abstimmung permanent alle Beteiligten immer Frage, ob es ein und oder ein oder ein Komma oder ein Punkt werden soll, dann werde ich ganz sicherlich vor Scheinleistung niemals in eine Wirkung kommen.

00:05:49: Und wo wir das vorhin so ein bisschen flapsig so gesagt haben und vielleicht auch das in so eine Negation dargestellt haben, Scheinleistung ist ja nicht per se negativ, sondern die Auswirkungen derer sind meistens negativ.

00:06:02: Nämlich, was ist das negative daran?

00:06:04: Wie du gefragt hast zur Einordnung, man kommt nicht von der Stelle.

00:06:08: Oder man arbeitet zwölf Stunden am Stück und hat sogar vergessen zu essen.

00:06:13: Und kommt trotzdem nicht weiter.

00:06:15: Weil ich bei vierhundert acht E-Mails in CC bin.

00:06:18: Und wenn ich die alle lesen will, dann ist am mindestens einen Arbeitstag durch und damit ist noch schön geredet.

00:06:24: Ich finde die Einordnung von deiner Seite auch sehr gut.

00:06:26: Scheinleistung heißt ja nicht, dass man ... ... bösartig versucht, glaube ich, ... ... ein Themen umzusetzen, ... ... um die man sich gar nicht kümmern braucht, ... ...

00:06:34: beschäftigt

00:06:35: zu sein.

00:06:35: Ich glaube, es ist einfach ... ... vieler mal jetzt immer diese Macherfalle, ... ... die wir ja auch schon öfter mal ... ... hier im Podcast hatten, ... ... die ja immer wieder ... ... zu einem Error erfüllt.

00:06:43: Man dreht sich im Kreis ... ... und man behindert sich ja tagtäglich selbst.

00:06:46: Und

00:06:47: meine Lieblingsbetrache ... ... war immer Glück, Pech oder Zufall.

00:06:49: Wenn du in so einer Macherfalle gefangen bist ... Ich mach das mal eben.

00:06:54: Und das ist so ein geflügeltes Wort bei dir.

00:06:56: Oder deine Kollegen wissen, der Dumme, der macht das schon mal eben.

00:07:00: Dann ist das die Macherfalle.

00:07:02: Und da kannst du gar keine Wirkung mehr erzeugen.

00:07:04: Wie denn?

00:07:04: So, wenn ich zehn Sachen mal eben mache, dann stellt man sehr schnell fest, dass mal eben vielleicht ein geflügeltes Wort aber sachlich einfach quatsch ist.

00:07:14: Ja, es kann durchaus auch eine gefährliche Situation für einen oder anderen werden.

00:07:20: Da gibt es ja oft die Themen so Verantwortung, Zuständigkeit.

00:07:24: für was ist man selber zuständig?

00:07:26: Und was muss man sich wirklich kümmern?

00:07:27: Wo kann man den Wirkung erzeugen denn wirklich?

00:07:29: Und wer kann das dann erledigen?

00:07:31: Und vielleicht dazu noch, es geht ja oft auch um Fokussierung.

00:07:34: Also verantwortlich, zuständig ist ja oft ein organisatorisches Thema.

00:07:39: Aber worauf fokussiere ich denn?

00:07:41: Was kann ich denn selber regeln?

00:07:43: Also wenn ich permanent auf Sachen fokussiere, die anderen noch machen müssten oder die nicht gemacht wurden, weil dann bin ich permanent in einem Negativding und dann komme ich natürlich auch aus der Scheinleistung gar nicht mehr raus.

00:07:55: Und manchmal merke ich das ja überhaupt nicht.

00:07:58: Also wenn ich fehlende Entscheidungen... sind fast immer der Schlüssel zur absoluten Scheinleistung.

00:08:04: Also wir haben ja manchmal mit Führungskräften zu tun, die einfach nicht entscheiden wollen.

00:08:08: Die immer sagen, ja, das müssten wir uns noch mal anschauen.

00:08:10: Das nehme ich noch mal mit.

00:08:11: Oh, das ist eine spannende Frage Herr Schwiering.

00:08:14: Ja, so und dann kommt das im nächsten Meeting wieder aufs Thema und dann kommt wieder einer auf die Idee, das doch noch mal mitzunehmen und auch noch Inge und Jürgen zu fragen und vielleicht auch noch Klaus und irgendwann auch noch mal wen auch immer.

00:08:26: So und dann sind wir mitten in der Scheinleistung und wenn ich mich selber auf das Fokussiere, was ich selber regeln kann.

00:08:34: Und vielleicht manchmal auch an eine Grenze gehe und sage, das entscheide ich jetzt einfach mal.

00:08:40: Dann komme ich weg aus Glück, Pech oder Zufall hin zu einer Fokussierung und zu so einer positiven Kognition.

00:08:47: Weil ich sage mal, wenn ich mir vorstellen kann, dass das gut wird, wie wir das hier machen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es gut wird, wie wir das hier machen, relativ hoch.

00:08:55: Und wenn ich mir das nicht mehr vorstellen kann, dann muss ich mir ein anderes fragen.

00:09:00: Also, wenn ich das jetzt nochmal so und für mich reflektiere, das heißt, um aus einer Scheinleistung, aus diesem Kreislauf herauszukommen, aus diesem Teufelskreislauf.

00:09:13: Systemloop.

00:09:14: Systemloop, genau.

00:09:16: Während eine Entscheidung zu treffen, der richtige Schritt in die richtige Richtung.

00:09:21: Vor allem, wenn es halt darum geht, wenn man sich Themen vorstellen kann.

00:09:24: Also, wenn man weiß, okay, man ist überzeugt, als Projektleiter, man hat ein Ziel, auf das man... gerne hinaus möchte.

00:09:31: Und wir drehen uns hier die ganze Zeit im Kreis, da müssen Entscheidungen getroffen werden, wenn sie in anderer Stelle einfach nicht getroffen werden.

00:09:37: Problem haben wir natürlich, wie du es hier gerade schon angesprochen hast, wenn man sich das gar nicht mehr vorstellen kann.

00:09:41: Ja,

00:09:41: dann hast du ein echtes Problem.

00:09:43: Dann ist aber auch die Führung schön geredet, noch mangelhaft.

00:09:47: Ja, das ist wohl wahr.

00:09:49: Ja,

00:09:50: das diskutiere ich auch nicht.

00:09:51: Ja, je nachdem, welche Stelle man sich befindet, weil genau das ist ja so ein bisschen die Einschränkung, die man hat.

00:09:56: hat als Mitarbeiter in Organisationen, das ist ja aus unserer externen Brille immer relativ leicht.

00:10:02: Wir werden da jetzt so herangeholt, um Entscheidungen zu treffen und Aufmerksamkeit zu machen.

00:10:07: Aber manchmal bist du ja in der Position, wo du gar nicht diese Entscheidungen gemacht hast und dich ja auch an Ritualen sogar, an Prozessen, die so etabliert worden sind, ja auch orientieren musst, die immer wieder zu Scheinleistung führen.

00:10:23: Absolut.

00:10:25: Wie können wir damit denn umgehen aus der eigenen Intrinsik?

00:10:31: Wie können wir uns davon befreien?

00:10:32: Also

00:10:32: ich glaube dafür gibt es... kein Konzept, wenn man sagt, das geht immer.

00:10:37: Das kann man jetzt irgendwo hinlegen.

00:10:39: Und du hast natürlich vollkommen recht, wenn ich mitten in dem Hamsterrad bin und ein Zahnrädchen in dem gesamten Getriebe bin, ob ich dann beschließe, andersrum zu laufen, dann mache ich das ganze Getriebe kaputt.

00:10:51: Dass das nicht funktioniert, auf die Idee bin ich gekommen.

00:10:54: Aber deswegen noch mal von mir noch mal gesagt, wenn ich mich auf das fokussiere, was ich selber regeln kann.

00:11:01: Ich glaube, das ist total wichtig.

00:11:03: Die meiste Scheinleistung entsteht ja sowieso erstmal aus fehlenden Entscheidungen und dann aber auch noch aus unterschiedlichen Fokussierungen häufig.

00:11:11: Also wenn ich mich dann auch noch auf das fokussiere, was ich nicht selber regeln kann, dann ruhe ich mich ja auf der fehlenden Entscheidung aus.

00:11:19: Das nennt man dann irgendwann auch Toxisch.

00:11:21: Das sind dann häufig die Zustände, in denen dann eine Projektleitung manchmal verexternisiert wird, also wir dazukommen dürfen oder in denen man dann auch mal eine andere Entscheidung treffen muss.

00:11:31: Und wo man also zum Beispiel auch mal sagt, das muss man einfach mal austauschen, weil also Kollege Harald Doppler hat es früher immer gesagt, weil ich erinnere sich noch, Wunder haben Gründe, Katastrophen auch.

00:11:41: Und nochmal.

00:11:43: Damit ich gut schlafen kann.

00:11:44: Wirkleistung und Scheinleistung ist kein Prinzip, wo man sagen kann, oh, der macht Scheinleistung, der ist doof, oh, der hat Wirkleistung, der ist gut.

00:11:51: Es ist ein Spiegel.

00:11:52: Es ist mal, um solche Systemloobs, um solche Macherfallen, um Glückpech oder Zufall, um unintelligentes Handeln und intelligentes Handeln sichtbar zu machen.

00:12:03: Nicht, um irgendjemand anzuklagen oder um irgendjemand zu sagen, du bist doof oder du bist toll oder sonst irgendwas.

00:12:11: Und ich denke, das ist ja unser Ziel der gesamten Folge.

00:12:15: Wir haben das Thema ja bewusst nochmal aufgewählt und uns ja auch bewusst auf diesen Podcast hier nochmal vorbereitet.

00:12:20: Ja.

00:12:21: Wir würden ja ganz gerne auch eine Message mitbringen und das ist ja erstmal das Thema, generell erstmal zu benennen.

00:12:27: Genau.

00:12:27: Ich glaube,

00:12:28: für viele da draußen ist dieser Systemloop schon bekannt.

00:12:32: Es ist ein immer wieder erkehrender Prozess, der sich einfach schlecht anfühlt.

00:12:37: Und ich denke mal, das einst zu sortieren und vor allem auch eine... Priorisierung in den verschiedensten Themen, auf die man sich fokussieren muss vorzunehmen.

00:12:46: Am Ende des Tages läuft es ja immer wieder auf ein Wort heraus, was jetzt seit Chatchapiti irgendwie so ein bisschen inflationär häufig gebraucht wird, nämlich Klarheit oder das andere Wort ist Haltung.

00:13:01: So lange, wie ich nicht klar bin.

00:13:03: Wenn ich nicht weiß, wie bin ich hier reingekommen, dann komme ich da auch definitiv nicht wieder raus.

00:13:09: Und deswegen fokussiere ich ja gerne auf dieses Spiegel, dass man sagt, schau dir das einfach mal an.

00:13:15: Und da ist manchmal einfach Scheinleistung ein Systemloop.

00:13:19: Und wenn ich Klarheit bin, was ist Klarheit im Bezug auf Wirkleistung und Scheinleistung?

00:13:27: dann ist Klarheit, dass ich das mal benennen kann.

00:13:30: Und ich muss ja nicht sagen, du machst ganz viel Scheinleistung.

00:13:33: Das ist auch eine Scheinleistung.

00:13:35: Aber wenn ich hergehe und sage, ich habe das Gefühl, wir beschäftigen uns hier permanent mit Themen, die uns wirklich gar nicht weiterbringen.

00:13:44: Wollen wir das mal ändern?

00:13:47: Dann habe ich eine Chance, zumindest eine Chance, da wieder rauszukommen.

00:13:51: Und wenn dann eine Antwort mit Ja, das nehme ich noch mal mit, dann hat das nicht verstanden.

00:13:56: Ja, und diese Personen sind auf jeden Fall erst mal nicht klar, die sowas sagen nach dem Termin.

00:14:02: Aber spannende zwei Worte, die da mit reingebracht hast, Klarheit und Haltung.

00:14:06: Klarheit, du bist ja gerade auch schon mal drauf eingegangen und hast das Thema ja auch erklärt.

00:14:11: Haltung finde ich noch ein wenig komisch, muss ich sagen.

00:14:14: Weil ich es noch nicht ganz verstehe.

00:14:15: Was meinst du mit Haltung?

00:14:17: Wie ordnest du das ein?

00:14:18: Das ist meine Haltung als Person gemeint, die quasi dieser scheinen Leistung festhängt.

00:14:22: Das ist die Haltung der anderen.

00:14:25: Das ist die Haltung der gesamten Organisation.

00:14:27: Was ist das genau?

00:14:28: Ich weiß, was du meinst.

00:14:29: Ist ja auch immer ein schwieriges Wort.

00:14:32: Aber Haltung zeigt sich immer dann, wenn hektik zu norm wird.

00:14:38: Also wenn permanent immer alles stressig ist und immer alles fünf vor zwölf und überall immer, ja, ich sag mal so, Haltung kann man, finde ich, in dem Kontext gut übersetzen, nicht wer am lautesten ruft, hat recht.

00:14:53: Sondern häufig bekommt halt, ich sage mal wieder, der Unterschied zwischen Ahnung und Meinung ist fast immer die Lautstärke.

00:14:59: Und das ist das, was ich mit Haltung meine.

00:15:01: Und bei Wirkleistung ist die Haltung, die uns wirklich weiterbringt, Ruhe, zuhören, entscheiden.

00:15:10: Und bei Scheinleistung ist die Haltung meistens laut sein, noch was reinbringen, noch mal was mitnehmen, noch mal eine Abstimmungsrunde machen, noch ein Gedicht aufsagen und plötzlich sagen, ja jetzt sind wir aber schon seit siebzehn Tagen hier dran, jetzt müssen wir mal langsam zu einem Ergebnis kommen.

00:15:25: Ja, deine Wegen kommen wir nicht zu einem Ergebnis und das hat mit Haltung zu tun.

00:15:30: Und natürlich, die Frage nochmal aufzunehmen, kommt das meistens auch aus der Organisation.

00:15:36: Also wenn solche Luftpumpen, Führungskräfte sind, ist die Haltung der Organisation meistens grenzwertig.

00:15:43: Ja, wir kennen das, glaube ich alle.

00:15:45: Der Jagdstensspurt ist ja gerade auch erst vorbei.

00:15:49: Ja, so die Vertriebsthemen.

00:15:52: Am zwölften November nochmal auf die Idee gekommen, alle Kunden anzurufen, die schon seit zwei Jahren nicht mehr gekauft haben.

00:15:57: Das ist keine Haltung, das ist Quatsch.

00:15:59: Und

00:16:00: Scheinleistung.

00:16:01: Ja, also ich sag mal so, die Liste der Scheinleistung, die da so im Jahresendspurt verbracht werden, ist schon enorm lang über Erfolgefeiern, irgendwelche wilden Powerpoint-Präsentationen, die man den Vorstand nochmal mitgeben möchte.

00:16:17: Ja, hat alles eine Daseinsberechtigung, aber auch vielleicht in anderer Form.

00:16:23: Aber jetzt, glaube ich, ist es ein wenig... klarer, also was die beiden Begriffe, glaube ich, sind, also Klarheit.

00:16:28: In dem Kontext.

00:16:29: Ja, in dem Kontext halt, absolut.

00:16:31: Aber da sind wir ja genau beim Thema dieser Aufgaben, die es ja in diesen System-Loops gibt, sind ja meistens immer damit verbunden, dass halt sehr viele Kapazitäten gebunden werden für ein und dieselbe Sache, weil man halt immer wieder zu denselben Abstimmung kommt, in denselben Größe.

00:16:50: Ich habe letztens eine Situation gehabt, wo ich mit zehn Leuten eine Schriftart besprochen

00:16:56: habe.

00:16:57: Oh, das ist effizient, ja.

00:16:58: Ja, mit Geschäftsführer.

00:17:00: Seid ihr denn direkt einig geworden oder habt ihr erst mal nach halben schon diskutiert?

00:17:03: Nee, es wurde eine Entscheidung in diesem Termin getroffen.

00:17:05: Wow.

00:17:06: Und zwar, dass man das hier beendet und einmal diese Schriftart per Schrift... ... Form, also per E-Mail, mitteilt.

00:17:13: Da man

00:17:14: mindestens ein intelligenter Mensch ... ... in dem Meeting, das muss man ja mal sagen.

00:17:17: Ja und der war noch nicht

00:17:19: mal

00:17:19: ich.

00:17:19: Ja,

00:17:19: doch nicht, dass wir das jetzt nicht sagen müssen.

00:17:21: Aber ...

00:17:21: ... genau da sind wir, also ... ... das ist zumindest mal ein Thema, ... ... das wir ja noch heute mitbringen wollen im ... ... Ressourcenmanagement.

00:17:29: Ja, und das ist ja was anderes, als immer nur auf Men Time Money zu schauen.

00:17:34: Ich meine, das sind LobbWL, sind das die drei Ressourcen, um die sich natürlich alles dreht am Ende des Tages.

00:17:40: Aber häufig hat Ressourcenmanagement ja auch was mit Selbstmanagement, mit Eigenverantwortung, mit wie selbstbestimmt kann ich denn etwas machen.

00:17:50: Und wir haben da vorhin diese Begriffe Klarheit und Haltung nochmal eingeworfen.

00:17:55: Klarheit ist ja manchmal auch die Fähigkeit, Nein zu sagen.

00:17:59: Also, wenn ich eine Einladung kriege, wo neben mir noch neun weitere Leute drin sind und der Titel ist Abstimmungsschriftart, dann drücke ich auf Ablehn.

00:18:07: Was hältst denn davon?

00:18:08: Ist ja auch mal eine Möglichkeit.

00:18:09: Und wenn dann einer nachfragt, warum?

00:18:12: Ja, dann hätte ich eine Möglichkeit, ihm das zu erklären und vielleicht den Begriff Ressourcenmanagement reinzubringen.

00:18:20: Sorry, ich wollte nicht ins Wort fahren, aber ich habe gerade so ein Geistesblitz, den muss ich ja öfter dann mal rauslassen.

00:18:26: Es gibt ja einen großen Überbegriff, den nennt man Vertrauen.

00:18:31: Und zum Beispiel könnte ich darauf vertrauen, dass wenn jemand seit Jahren weiß, welche Schriftheit wir verwenden, die höchstwahrscheinlich auch jetzt verwendet und wenn er dann wirklich doch areal nimmt, dann wird höchstwahrscheinlich niemand sterben.

00:18:46: In dem Zusammenhang, sorry, ich bin immer so voll von diesen Themen.

00:18:49: Es gibt einen riesen Unterschied zwischen zusammen und miteinander.

00:18:55: Wenn wir miteinander arbeiten, müssen wir nicht alles zusammen entscheiden.

00:18:58: Das ist Ressourcenmanagement in Intelligent, wie ich finde.

00:19:02: Und das sind wir noch gar nicht im BWL-Lehrbuch mit Mental Money, sondern da sind wir erst mal bei dem, was ich selber regeln kann.

00:19:09: Jetzt hab ich dich zugequatscht, Junge.

00:19:10: Nein, aber du hast eigentlich genau das gesagt, was ich auch sagen wollte.

00:19:13: Vielen Dank.

00:19:14: Ich glaube, Vertrauen und auch Kontrolle abzugeben in vielen Situationen ist definitiv Wirkleistung und nur weil man dem Projekt etwas Gutes tun möchte oder dem.

00:19:29: Was auch immer, also was es auch immer geht, ist es nicht entscheidend in jedem Meeting immer dabei zu sein.

00:19:34: Es ist entscheidend seine Rolle zu spielen und diese auszufüllen.

00:19:38: Und dort dann Wirkung zu zeigen, weil Erscheinen in Sinne von in jedem Meeting dabei sein ist keine Leistung, die erbracht wird.

00:19:48: Es ist meistens eher störend.

00:19:50: Und da könnten wir wahrscheinlich X Beispiele noch aufwählen.

00:19:53: Mach

00:19:53: ich mal das, was normalerweise Eli oder Dutus zusammenfassen, weil ich finde es gerade so wirklich passend und schön hier.

00:20:01: Also Vertrauen, kriegt man nur geschenkt oder man kann es nur schenken.

00:20:05: Also du kannst alle Leute anschauen und sagen, vertrockn wir doch!

00:20:07: Und das hilft meist nicht so viel.

00:20:10: Aber manchmal einfach als Führungskraft darauf zu vertrauen, dass die Leute da schon sinnvoll machen und nicht noch ein Meeting dafür einzuberufen.

00:20:18: Oder manchmal vielleicht auch als Mitarbeiter darauf zu vertrauen, dass das schon sinnvoll ist, dass wenn ich das jetzt einfach machen kann, also auf sich selbst zu vertrauen oder aber vielleicht auch mal auf das Gegenüber.

00:20:29: Das ist intelligentes Ressourcenmanagement, was nicht zwingend im BWL der Buch steht.

00:20:34: Und das ist in meiner Welt eine mega gute Zusammenfassung.

00:20:38: mal von der anderen Seite über Wirkleistung und Scheinleistung.

00:20:41: Denn in Unternehmen und in Miteinander, wo Vertrauen herrscht, ist die Chance für Wirkleistung extrem hoch.

00:20:51: Weil ich mich nicht permanent beschäftigt zeigen muss, damit ich jemandem beweisen kann, dass ich auch wichtig bin.

00:20:58: Weil das ist immer das Gegenteil von sinnvollen Ressourcenmanagement und vor allen Dingen auch das Gegenteil von Vertrauen.

00:21:05: Das war so sehr schön zusammengefasst.

00:21:07: Manchmal

00:21:07: kann ich das auch.

00:21:08: Ja, ich muss wirklich sagen, das trifft wohl das Puliz Kern.

00:21:14: Für unsere Hamburger zu.

00:21:16: Ist das nordisch?

00:21:17: Jetzt habe ich immer nur im Norden gehört.

00:21:19: Frag mal Thorsten, das Puliz Kern.

00:21:22: Ja, auch wieder hier was gelernt in der Stelle.

00:21:25: Aber ja, ich glaube, das fast ist halt Vertrauenskultur.

00:21:28: Es ist, glaube ich, auch ein sehr, sehr großes Basswirt da draußen.

00:21:32: Können wir

00:21:32: ja mal ein Podcast zu machen, Dominik.

00:21:34: Ja, gute Idee.

00:21:35: Da hätten wir nicht so viele Probleme, da je neue Themen mal der neuen Folge zu finden.

00:21:40: Also

00:21:41: ehrlicherweise haben wir die nie.

00:21:42: Das ist eine absolute Scheinleistung, wenn wir das zählen.

00:21:46: Aber... Ich finde, das ist doch eigentlich das, auf was es ankommt und auch ein guter Schlusspunkt.

00:21:51: Hör uns an, wir plappern schon wieder, um deine Worte von vorhin noch mal aufzunehmen.

00:21:56: Jetzt fang ich mal an.

00:21:58: Wunderbar.

00:21:59: Ja, mit der Verabschiedung.

00:22:01: Und es hat wie immer großen Spaß gemacht, Dominik.

00:22:04: Und ich hoffe, euch beim Zuhören auch.

00:22:08: Und ich sage schon mal Tschüss und bleib fröhlich.

00:22:11: Ja, und ich sage Tschüss auch.

00:22:14: Und bis zum nächsten Mal.

00:22:16: Wir hören uns wieder bei der nächsten Folge Reitende der Pfanden.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.